Wer kann Augenhornhaut-
spender sein?

Jeder kann sich zur Hornhautspende nach seinem Tode bereit erklären, indem er einen Spenderausweis ausfüllt und mit seinen Dokumenten bei sich trägt. Die Augen werden nicht entfernt;  nur die Augenhornhäute werden entnommen. Das Alter bei Todeseintritt ist unwichtig. Die Hornhäute können bis zu drei Tagen nach dem endgültigen Ableben entnommen werden.

Eine Fehlsichtigkeit ist ebenso wenig ein Ausschlusskriterium wie eine vorangegangene Operation am Auge. Wer sich allerdings an der Hornhaut hat lasern lassen (LASIK, PTK), kommt nicht als Hornhautspender in Frage.

 

Bei Vorliegen einer Willenserklärung prüft der betreuende Arzt nach dem Ableben die Tauglichkeit zur Hornhautspende anhand der bekannten Vorerkrankungen und der gesetzlich vorgeschriebenen Ausschlusskriterien:

 

  • Schwere systemische Infektionen, die nicht behandelbar oder unbekannten Ursprungs sind
  • Prionenerkrankungen, Risiko für eine solche Erkrankung
  • Verdacht auf Infektion mit dem Tollwutvirus
  • Degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems unbekannten Ursprungs
  • Retinoblastom
  • Bösartige Blutzellerkrankungen
  • Bösartige Tumore des Augenhintergrundes
  • Aktiver i.v-Drogenabusus
  • Keine Angehörigen und kein Spenderausweis